Das Tal der Tränen in Change Management Prozessen

Es gibt Entwicklungen in Unternehmen, die Mitarbeiter in eine Krise stürzen können. Ob es eine Standortschließung ist, eine technische Neuerung, eine Fusion, ein strategischer Richtungs-wechsel: wenn Aufgabengebiete oder Arbeitsplätze wegfallen, kann für Mitarbeiter eine Welt zusammenbrechen.

Welche Führungskraft möchte solche Entscheidungen gerne überbringen oder gar noch Folgegespräche führen?! Keine... und so kommt es, dass diese Gespräche geschoben werden oder nebenbei laufen. Die betroffenen Mitarbeiter fühlen sich dann alleine gelassen.
Und das hat negative Folgen:

Diese Nachteile können vermieden werden, wenn sich die Führungskraft auch solchen schwierigen Gesprächen stellt. Aber gutes (gut gemeintes!) Zureden reicht nicht. Flüchtet sich die Führungskraft in Floskeln wie „Kopf hoch! Das wird schon wieder...“, dann ist der Mitarbeiter oftmals mutloser als zuvor. Er spürt die Hilflosigkeit des Vorgesetzten. Wirksame Hilfe setzt voraus, dass man weiß, was in einer solchen Krise in einem Menschen vorgeht.
Jeder Mensch, der eine gravierende negative Veränderung seines Lebens bewältigen muss, geht durch ein “Tal der Tränen“, bis er am Ende die neue Situation akzeptieren und sich auf sie einstellen kann.

    PHASE 2: AGGRESSIVE REAKTION


Wenn die negativen Veränderungen unabweisbar sind, erlebt der Betroffene eine Welle von Wut und Ungerechtigkeits­empfinden: „Warum gerade mir?! Ist das der Dank für meine Loyalität?“ Er fühlt sich noch ein letztes Mal stark. Konstruktiv ist das allerdings auch nicht! Als Führungskraft ist es wichtig, solchen Ärgerreaktionen mit Ruhe und Verständnis zu begegnen. Aber nicht mit Nachlässigkeit! Dem betroffenen Mitarbeiter müssen auch Grenzen aufgezeigt werden.


   PHASE 4: DIE VERÄNDERUNG WIRD AKZEPTIERT


Die neue Situation wird so genommen, wie sie ist: „Es nützt alles nichts, es muss ja weiter gehen. Mal sehen, was ich tun kann.“ Der Betroffene blickt wieder nach vorn und startet erste Aktivi- täten, um die Krise zu bewältigen. Die Führungs- kraft sollte ermuntern, positive Rückmeldungen geben und eigene Ideen einstreuen... und sich nicht zu schnell abwenden: neue Wege sind holprig, und es kann noch Rückschläge geben.

 

 

 

 

 

 

Über das “Tal der Tränen“ gibt es keine Brücke.
Die inneren Veränderungen in der Krise sind viel­mehr nötig, um sich zu öffnen für das Neue.
Als Führungskraft können Sie dem betroffenen Mitarbeiter helfen, das Tal so schnell wie möglich zu durchschreiten
und den Blick wieder auf die Zukunft zu richten!

 

ImpressumSitemap © 2010 TN TEAM