

Wieso schneiden Internet-Händler bei Kunden- zufriedenheits-Analysen oft besser ab als Unter- nehmen, die die Möglichkeit des persönlichen Kontaktes haben? Sie haben die Prozess-Ketten im Umgang mit dem Kunden exakt definiert und ihre Mitarbeiter darauf geschult. Gründe zum Primär-Ärger haben auch hier die Kunden.
Die Gefahren des Sekundär-Ärgers sind deutlich reduziert.
Und wie ist es bei Ihnen? Bemühen sich Ihre Mit- arbeiter um Ihre Kunden? Welche Erfahrungen machen Ihre Kunden bei der Kontaktaufnahme? Wie viel Zeit (und Geld) müssen Ihre Kunden auf- bringen? Wie leicht finden Ihre Kunden jemanden, der sich für zuständig hält?
Ist der Mitarbeiter freundlich, aber inkompetent, ärgert sich der Kunde. Aber auch bei einer korrek- ten Lösung, die unwirsch und arrogant vorge- schlagen wird, regt sich Widerstand beim potenziellen Käufer. Freundlichkeit und Kompetenz zusammen erst machen den Kunden wirklich glücklich und zufrieden.

Eine Bank hat einen Fehler in der Kontoführung gemacht. Der Kunde beschwert sich. Was kann ihm alles passieren? Er bleibt in der Warteschleife hängen - Keiner fühlt sich zuständig - er wird zig-mal hin und her verbunden - Der Bank-Mitarbeiter versucht, ihm den 'Schwarzen Peter' zuzuschieben - und, und, und…
Der Auslöser - der Primär-Ärger - ist oft schnell und unkompliziert beseitigt. Das schlechte Gefühl aufgrund des unprofessionellen Umgangs mit dem Kunden - der Sekundär-Ärger - bleibt. Und er ist oft wie ein Eisberg größer als er auf den ersten Blick erscheint.
... heißt, auf einer Augenhöhe mit den Kunden reden. Nicht: "Der Kunde ist König" ("Kreide fressen..."), sondern man kann sich das ungefähr so vorstellen:
Wir haben ein Produkt und möchten Geld - der Kunde hat Geld und möchte ein Produkt. Das klingt doch nach einer klassischen Win-Win-Situation.
Professionelle Kundenorientierung beachtet 2 Dimensionen. Beide müssen erfüllt sein, soll der Kunde zufrieden gestellt werden.